Bericht zu:
2. Termin Führung im LKH
Heuer fand schon eine Führung durch das Landeskrankenhaus Univ.-Klinikum Graz statt, aber es gab so viele Anmeldungen, sodass wir einen zweiten Termin mit dem LKH Graz organisiert haben. Der zweite Termin fand am 7. Dezember statt und das Thema war das gleiche, also „Plastische Chirurgie“. Wir freuten uns, dass es wieder viele Anmeldungen gab, die Führung wieder fast voll ausgebucht war und alle so interessiert sind. Die Führung begann zuerst mit einem Rundgang durch die Station der Tagesklinik, in der ambulante Operationen gemacht werden. Die Patient*innen kommen her, werden operiert und wenn alles gut ist und das Ärzteteam einverstanden ist, dürfen sie dann noch am selben Tag nach Hause. Es gibt in jeder Station einen „Verabschiedungsraum“ für Verstorbene (Person sterben) und deren Angehörige (Verwandte, Freunde). Dieser Raum ist neu, man fühlt sich wohl und er ist schön eingerichtet. Wir fuhren dann mit dem Lift hinauf zum Dachgeschoss zu dem Hubschrauberlandeplatz. Am Dachgeschoss gibt es eine Zentrale für die Kontaktaufnahme mit den Hubschraubern. Auf dem Landeplatz dürfen maximal 2 Hubschrauber gleichzeitig landen, der Platz ist also sehr groß. Die Zentrale kann auch den Lift „blockieren“, sodass Patient*innen vom Hubschrauber gleich schnell in den Schockraum kommen können (damit der Lift nicht immer stehen bleibt in den Stockwerken).
Auf dem Hubschrauberlandeplatz hatten wir eine schöne Aussicht auf die Stadt Graz und wir haben die Gelegenheit genutzt, um ein schönes Gruppenfoto zu machen. Gleich danach ging es zu dem Schockraum, wo die Patient*innen behandelt werden. Zuerst wird immer überprüft, was gemacht werden muss und ob die Behandlung gleich hier gemacht werden kann oder Patient*innen verlegt werden müssen. Meistens kommen aber extra benötigte (wenn noch dazu brauchen) Ärzte dorthin. Wir durften dort viele Fragen stellen, wie der Ablauf ist und auch welche Geräte dort für was verwendet werden. Danach gingen wir zum Seminarraum, wo der Vortrag über Plastische Chirurgie gemacht wurde. Aber wir mussten zuerst hinaus gehen zu einem anderen Gebäude und unsere Begleitperson erzählte uns, dass dieses Gebäude von der Ambulanz ein „versperrtes“ Nebengebäude hat mit Gittern an den Außenwänden. In diesem Gebäude sind nur Häftlinge und Wachdienste sowie Polizei. Im Seminarraum konnten wir uns setzen und uns die Präsentationen ansehen. Es wurden viele Vorher und Nachher Bilder gezeigt und man merkt, dass Plastische Chirurgie sehr viel bewirken kann.
Es wurden sehr viele Fragen gestellt. In der plastischen Chirurgie in Graz werden hauptsächlich 90% rekonstruktive Operationen (reparieren wieder [so gut wie] zurück wie vorher) gemacht und 10% sind Schönheitsoperationen, wie zum Beispiel Operation von „Geburtsfehlern“. Am Ende bedankten wir uns alle für die sehr spannende Führung und ließen uns vom LKH auf ein Mittagessen dort am Gelände einladen. Wir möchten auch hiermit danke sagen, dass das LKH Univ.-Klinikum Graz immer so spannende Führungen anbietet und sich auch die Zeit nimmt für unsere Fragen. Auch ein großes Dankeschön an die Dolmetscherinnen, die die Inhalte so bildlich übersetzt haben.