Bericht zu:
Burg Riegersburg
Am 7. Juli 2024 fand unser Ausflug in Riegersburg statt. Wir trafen uns bei bestem Wetter unten am Parkplatz und machten uns dann gemeinsam mit dem Burglift auf den Weg nach oben. Insgesamt waren 23 Personen inklusive der Dolmetscher:innen dabei. Oben an der Burg begann unsere Führung, bei der wir viele spannende Geschichten erfuhren und viele Fragen stellen durften. In der Burg gibt es 108 verschiedene Räume, wobei man nicht alle betreten darf, da manche von ihnen leicht beschädigt werden könnten.
In der Burg gibt es einen besonderen Brunnen, an dem ein kleines Hufeisen angeschweißt wurde. Man sagt, wer dieses entdeckt, findet innerhalb eines Jahres die große Liebe.
Da die Riegersburg im steirischen Vulkanland liegt, konnte mithilfe der Steine und des Sandes der Vulkane eine stabile Burg gebaut werden. Die Burg gilt sogar als Wahrzeichen der Steiermark. Früher hieß die Burg Rüdigerburg, was so viel wie "Richtbarkeit" bedeutete. Der Name kommt daher, dass auf der Burg früher ein Gericht und ein Gefängnis waren. Das Gericht selbst bestand nur aus einem kleinen Raum mit einem einzigen Tisch. Dort konnten Menschen, die ihre Steuern nicht bezahlen konnten, mit dem Richter verhandeln, bevor sie ins Gefängnis mussten. Die Burg diente den Kindern, Frauen und älteren Menschen als Schutz, während die Männer kämpfen mussten.Es wurden Vorkehrungen für Angriffe getroffen, indem Bauern ihre Felder auf der Höhe der Burg anlegten. So hatten die Menschen in der Riegersburg genug Nahrung und mussten bei Belagerungen nicht hungern.
In der Zeit der Hexenverfolgung kam es auch oft dazu, dass Frauen als Hexen angeklagt wurden. Anderen warf man vor, einen Pakt mit dem Teufel eingegangen zu sein, da z. B. der Hagel alle Felder zerstört hatte, außer eines. Außerdem wurde eiin Priester angeklagt, 245 Kinder im Namen des Teufels getauft zu haben. Er wurde hingerichtet, und die Kinder erhielten eine neue Taufe im Namen Gottes. Es gab viele interessante Geschichten von den Bewohnern der Burg. Zum Beispiel war es nicht erlaubt, dass Frauen die Burg besaßen, so mussten die Töchter, die die Burg geerbt hatten, so schnell wie möglich heiraten, damit es wieder einen Burgherren gab.
Nach der Führung durch die Burg ging es weiter zur Greifvogelschau. Dort gab es verschiedene Vögel wie Uhus, Steinadler, Falken und viele weitere. Da die Vögel frei fliegen dürfen, sind sie oft mehrere Tage, wenn nicht sogar Wochen unterwegs. Dabei ist es wichtig, dass sie nicht frei fliegen dürfen, wenn sie hungrig sind, da sie dann z. B. Hunde angreifen könnten. Außerdem erfuhren wir, dass es für Falken sogar möglich ist, innerhalb von 10 Minuten eine Flughöhe von bis zu 1000 Metern zu erreichen. Daraufhin ließ man den Falke los und der Falke kreiste sehr lange weit hoch über uns und wollte einfach nicht zurück. Wir schauten uns dann die anderen Vogelkäfige an. Plötzlich begannen die Menschen zu rufen und man sah, wie sich der Falke mit bis zu 200 km/h nach unten fallen ließ. Das war einfach unglaublich und machte uns alle sprachlos.
Nach der spannenden Führung und der beeindruckenden Greifvogelschau verabschiedeten sich alle voneinander und fuhren wieder mit dem Burglift hinunter und dann nach Hause.