Bericht zu:
Führung am Schlossberg
An einem sonnigen Samstag, den 26. Oktober (Nationalfeiertag) begann (war anfangen) um 10:00 Uhr unsere Führung rund um den Grazer Schlossberg. Der Treffpunkt war beim Brunnen am Schlossbergplatz und viele gehörlose Menschen waren angemeldet. Auch Teilnehmer*innen aus Kärnten waren dabei. Wir hatten wieder die liebe Frau Sybille Gauby als unsere Führerin. Am Anfang erzählte sie uns über die Kunst des Schloßbergplatzes in Graz. Am Schloßbergplatz gibt es Pflastersteine, die alle dieselbe Größe haben und auch über die Sackstraße (Straßenbahn) führen. Der Künstler wollte damit zeigen, dass die Straße mit dem Schloßbergplatz verbunden ist und der Platz gegenüber vom Schloßbergplatz dazu gehört. Sie erzählte weiter, dass es den Schlossberg schon seit sehr langer Zeit gibt. Dann teilten wir uns in 2 Gruppen auf. Einige fuhren mit dem Lift hinauf und einige gingen über die Treppen, den „Friedensweg“ mit 260 Stufen, hinauf.
Wir machten auf dem Weg nach oben einige Zwischenstopps (die Lunge dankte) und Sybille erzählte über die Dächer von Graz, und wie der Herbersteingarten gepflegt wird, und noch vieles mehr. Es gibt am Schlossbergplatz ein Gasthaus namens “Alte Münze” und von oben kann man sehen, dass dieses Gebäude viele Schornsteine auf den Dächern hat, weil dort früher eine Münzfabrik war, wo vor langer Zeit Münzen hergestellt (war dort machen) wurden. Wir zählten 15 Schornsteine auf einem Dach, aber heute befindet sich darunter nur noch das Gasthaus. Dann gingen wir weiter zum Park (Herbersteingarten), wo oft Hochzeiten gefeiert werden und wenn man im Frühjahr raufkommt, ist es dort sehr schön, weil es viele verschiedene Blumen zu sehen gibt. Eine Geschichte überraschte uns alle sehr, die Stadt Graz vergibt jedes Jahr ein Literaturstipendium (Möglichkeit für Förderantrag für Schriftsteller*innen) „Grazer Stadtschreiber/in“. Hier wird kostenlos eine Wohnung im Cerrini-Schlössl am Grazer Schloßberg, für einen bestimmten Zeitraum, (meistens 1 Jahr), vergeben (möglich kann kostenlos am Schloßberg wohnen, wenn Unterstützung genehmigt). Ziel ist die Förderung von Schriftsteller*innen. Danach haben wir uns alle beim Uhrturm getroffen. Um den Uhrturm von innen zu besichtigen, wurde die Gruppe in 3 Kleingruppen aufgeteilt, weil es im Uhrturm sehr eng und der Boden nicht mehr stabil genug ist. Sybille erzählte Geschichten über das Uhrwerk und wie es funktionierte. Damals gab es keinen Strom und deshalb wohnte und arbeitete jemand dort, um mehrmals am Tag am Uhrwerk zu drehen, damit die Uhr genau funktionieren konnte. Seit es dort Strom gibt, läuft das Uhrwerk automatisch.
Nach der Besichtigung des Uhrturms gingen wir hinauf zum Türkenbrunnen, der sehr tief ist. Damals wurde dort Wasser geholt, aber jetzt wird er nur als „Wunschbrunnen“ verwendet, denn viele Leute werfen dort Münzen hinein um sich etwas zu wünschen. Sybille erzählte dort sehr viele Geschichten, zum Beispiel, wer den Brunnen gebaut hat und warum er so errichtet wurde. Sie klärte uns auch auf welche Geschichten, die wir in der Schule gelernt haben stimmen und welche nicht. Zum Abschluss gingen wir zum chinesischen Pavillon und konnten Fotos mit dem schönen Panoramablick über Graz und den Schlossberg machen. Dort war die Führung dann leider zu Ende und wir verabschiedeten uns alle und bedankten uns für die spannende und interessante Führung. Alle Teilnehmer*innen meinten, dass sie viele Geschichten zuvor gar nicht gewusst haben und nun klüger sind (jetzt mehr wissen). Sie wünschen sich eine zweite (verlängerte) Führung zum Thema Schlossberg.