Bericht zu:

Führung im LKH

Am 25. Mai 2019 um 9:00 Uhr begann unsere Führung durch das Landeskrankenhaus Univ.-Klinikum Graz. Wie immer wurde die Führung mit ÖGS-Dolmetscherinnen abgehalten und es gab sehr viele InteressentInnen, die Führung war bis auf den letzten Platz ausgebucht! Zuerst gingen wir in den Neubau, dort befindet sich die Tagesklinik. In der Tagesklinik werden nur kleine Operationen durchgeführt. Die Patienten und Patientinnen kommen in der Früh, werden operiert und können dann am selben Tag wieder nach Hause gehen. Wir besichtigten die Anmeldung und die verschiedenen Räumlichkeiten, wie den Schlafraum und den Aufwachraum. Danach gingen wir weiter auf die Intensivstation.

Dort werden längere Operationen durchgeführt (machen) und die PatientInnen müssen länger auf der Station bleiben. An der Decke sind schöne Bilder, damit die PatientInnen beim Aufwachen gleich etwas Schönes sehen können und sich nicht erschrecken. Dann ging es weiter in den neuen Verabschiedungsraum. Dort können sich Angehörige (Familie) in Ruhe von ihren Verstorbenen verabschieden oder ihre Lieben in den letzten Lebensstunden begleiten und sich verabschieden. Früher musste alles viel schneller gehen und man hatte nicht viel Zeit, sich zu verabschieden. Jetzt kann man sich mehr Zeit lassen. Danach werden die Verstorbenen auf die Pathologie-Station gebracht. Als Nächstes wurde uns der Raum für die Technik gezeigt. Wir erfuhren, dass das LKH gleich viel Strom verbraucht wie die Gemeinde Hartberg. Wenn es im LKH einen Stromausfall gibt, muss man sich aber keine Sorgen machen. Wenn der Strom ausfällt, gibt es 40 Notfallmaschinen, die die Stromversorgung sicherstellen. Fällt der Strom aus, wird die erste Notfallmaschine eingeschaltet, fällt auch die Notfallmaschine aus, dann wird die zweite Notfallmaschine eingeschaltet, usw.

Als nächstes gab es einen Vortrag, in dem uns ein Chirurg (Arzt, macht Operationen) von seiner Arbeit in der Plastischen Chirurgie (Schönheitsoperation, aber auch für wenn Unfall wieder zurück Körper wieder schön, wenig Narbe sehen) erzählte. Er zeigte uns verschiedene Bilder von Verletzungen. Die waren teilweise sehr erschreckend. Es gab Fotos von verletzten Händen und abgetrennten Armen und Beinen (Arm/Bein weg, ab). Auf anderen Bildern wurde gezeigt, wie solche Körperteile in einer Operation wieder angenäht werden. Wir konnten auch einige  Fragen stellen. Eine der Fragen war: Wir wollten gerne wissen, wie lange die längste Operation des Arztes gedauert  hat. Die Antwort war: 23 Stunden. Dann machten wir eine Pause und bekamen etwas zu essen und zu trinken. Wir danken dem LKH Univ.-Klinikum an dieser Stelle herzlich für die Einladung zum Essen und das Angebot der Führung. Zum Abschluss gingen wir ganz nach oben und sahen den Landeplatz für Hubschrauber. Von dort aus hat man eine sehr schöne Aussicht über ganz Graz. Die LKH Führung war ein voller Erfolg und sehr interessant. Weil sehr viele Leute dabei sein wollten, gab es sogar eine Warteliste und leider konnten nicht alle bei der Führung im Mai dabei sein. Deswegen wird es im Herbst noch einmal eine Wiederholung dieser Führung durch das LKH Univ.-Klinikum Graz geben.