Bericht zu:

Postojna

Am 30.11.2024 trafen wir uns um 6:00 Uhr am Grazer Hauptbahnhof. Insgesamt nahmen 35 Personen teil, darunter 2 Gebärdensprachdolmetscher:innen. Wir fuhren zu den Postojna-Höhlen in Slowenien. Die Fahrt dauerte insgesamt 3 Stunden. Nach unserer Ankunft startete um 10 Uhr die Führung,  mit einer Besichtigung der Postojna-Höhlen. Diese dauerte insgesamt 90 Minuten.

Wir fuhren zuerst mit einem kleinen Zug ca. 10 Minuten bis ins Zentrum der Höhlen. Dann begann die Führung, bei der die Vortragende über die Entdeckung und Entwicklung der Höhlen erzählte. Es war sehr interessant und wir konnten zwischendurch auch Fragen stellen. Tropfsteine entstehen durch Wasser, das von der Decke in die Höhlen tropft. Je nachdem, wie die Tropfen zusammengesetzt sind, wachsen die Tropfsteine in unterschiedlichen Formen. Ein Millimeter Tropfstein benötigt etwa 10 Jahre zur Entstehung, ein Zentimeter sogar rund 100 Jahre. Die Höhlen selbst sind etwa 500.000 Jahre alt und enthalten verschiedene Mineralien in vielfältigen Farben. Früher waren die Tropfsteine weiß oder hell, doch heute haben sie Farbtöne von hell bis dunkel. Dieser Farbwechsel liegt daran, dass das Wasser an der Erdoberfläche verunreinigt ist und die Tropfen dadurch ihre Farbe verändern.

Der tiefste Punkt der Höhlen liegt 20 Meter unter dem Eingang. Nach der Führung fuhren wir mit dem Zug zurück. Während der Fahrt kamen wir an einer sehr großen Höhle vorbei, die reichlich Platz bot. Dort hing in der Mitte ein wunderschöner erleuchteter Kronleuchter. Die Vortragende erzählte uns, dass dies vor vielen Jahren ein Tanzsaal war, wo Menschen gefeiert und getanzt haben. Außerdem gibt es dort einen kleinen Souvenirshop, bei dem viele Teilnehmer:innen begeistert Sachen eingekauft haben.

Dann gingen wir wieder nach draußen. Das Wetter war schön und sonnig, jedoch bemerkten wir, dass die Luft draußen kälter war als in den Höhlen. Danach besuchten wir das Vivarium, eine Höhle, in der Tiere leben. Das bekannteste dort lebende Tier heißt Grottenolm, oder auch „Baby Drache“ genannt. Er ist lang, weiß, kann bis zu 20-30 cm groß werden und ähnelt einer Eidechse. Grottenolme leben nur in Höhlen in Slowenien, Kroatien sowie Bosnien-Herzegowina. Sie werden zwar mit Augen geboren, diese werden aber nicht mehr benötigt und verschwinden, da sie sich an das Leben in der Dunkelheit gewöhnt haben. Aufgrund der Tatsache, dass sie mit ihren Kiemen und ihrer Haut atmen können, leben sie sowohl im Wasser als auch am Land. Jedoch bleiben sie nur in den Höhlen. Manchmal kann es passieren, dass sie durch einen Fluss in die freie Natur gelangen. Dort können sie aber nicht lange überleben, da ihnen die Umgebung unbekannt ist. Für diesen Fall gibt es einen eigene Notrufnummer. Sollte man einen Grottenolm sehen, kann man dort anrufen und er wird gerettet. Sie können bis zu 100 Jahre alt werden und bis zu 10 Jahre ohne Nahrung auskommen, da es in den Höhlen sehr wenige Tiere gibt, die sie essen können. Im Vivarium leben etwa 416 Tiere, darunter verschiedene Arten wie Käfer, Spinnen, Krebse und Schnecken, insgesamt rund 25 unterschiedliche Tierarten.

Nach der Höhlenbesichtigung gingen wir Mittagessen. Es gab ein Drei-Gänge-Menü, bei dem es zwei verschiedene Auswahlmöglichkeiten gab. Jeder hat sich gut unterhalten und war auch vom Essen sehr begeistert. Danach fuhren wir mit dem Bus Richtung Trojane, wo wir leider in einen Stau kamen. Deshalb hatten wir bei unserer Ankunft nur eine halbe Stunde Zeit, um uns Krapfen zu besorgen, bevor die Busfahrt wieder weiterging. Um 20 Uhr kamen wir in Graz an. Alle Teilnehmer:innen waren von dem Ausflug sehr begeistert und hatten einen schönen Tag.