Bericht zu:

Selbstschutz für gehörlose Senior*innen

Der Steirische Landesverband organisierte einen spannenden Selbstverteidigungskurs für gehörlose Senior*innen, an dem am 22. Oktober 2020 viele teilgenommen haben. Das Ziel des Kurses war es, zu zeigen, dass man sich auch verteidigen kann, wenn man nicht sehr stark ist. Der Kursleiter hat einige Beispiele von Kindern genannt, die Selbstverteidigung gelernt haben und sich dadurch auch gegen Erwachsene gut wehren (verteidigen) können. WICHTIG: Selbstverteidigung soll nur im äußersten (extrem) Notfall angewendet (machen) werden, betonte (sagt) er mehrmals (oft). Brenzlige (nicht sicher) und gefährliche Situationen sollten am besten vermieden werden. Hat man ein komisches Gefühl, ist es besser einen Umweg zu machen, als direkt auf die Gefahr zu zugehen. Er gab auch Tipps, wie man solche Gefahrensituationen schnell erkennen kann. Der Kursleiter erklärte nicht nur, wie man sich richtig selbst verteidigt, sondern auch, dass Prävention (versuchen etwas zu verhindern) hilfreich ist. Zum Beispiel kann durch die Körperhaltung und den Blick Selbstsicherheit ausgestrahlt (zeigen) werden. Wirkt man selbstsicher, denken viele Angreifer*innen gar nicht daran, einen zu überfallen. Nicht nur Menschen, sondern auch Hunde können angreifen, deswegen lernten die Senior*innen außerdem (auch), wie man sich vor aggressiven (will angreifen) Hunden schützt und wie man ihnen am besten aus dem Weg geht.

Die Teilnehmer*innen des Workshops (Kurs) haben allerlei (viel) Hilfreiches erfahren, durften sehr viel selbst ausprobieren und Selbstverteidigungstechniken (wie selbst schützen, wie verteidigen) üben, zum Beispiel das Wegstoßen von Angreifer*innen. Zusätzlich stellte der Kursleiter einige Hilfsmittel vor, die im Notfall bei der Selbstverteidigung helfen können, zum Beispiel Taschenalarme (kleine Alarmgeräte zum Mitnehmen). Die Senior*innen durften sie testen und den Umgang damit üben (wie verwenden). Aber auch Gegenstände, die man oft bei sich trägt (dabei haben), können bei der Selbstverteidigung nützlich (helfen) sein, wie Regenschirme. Die Kursteilnehmer*innen lernten, wie sie Angreifer*innen mit Regenschirmen erfolgreich abwehren. Ablenkung ist auch eine gute Möglichkeit, sich zu schützen. Zum Beispiel so: Man holt irgendeinen Gegenstand, den man in der Hosentasche hat, heraus und wirft ihn weg. Die Angreifer*innen werden dadurch kurz abgelenkt und man hat die Chance (Möglichkeit), wegzulaufen. Der Höhepunkt des Kurses kam natürlich zum Schluss: der Einsatz von Schaum-Pfefferspray (Schaum, der in den Augen und beim Atmen weh tut). Der Kursleiter meinte, dass Pfefferspray (Flüssigkeit, die in den Augen und beim Atmen weh tut) nicht das beste Hilfsmittel bei der Abwehr von Angreifer*innen ist, weil man es selbst in die Augen bekommen kann.   Er empfiehlt Schaum-Pfefferspray statt „normalem“ Pfefferspray. Die Teilnehmer*innen durften das natürlich auch testen. Zuerst übten sie, wie fest man den Knopf drücken muss, damit Schaum aus der Dose kommt.

Nachdem das geübt war, durften alle das Schaum-Pfefferspray auch wirklich ausprobieren. Der Kursleiter erklärte alles sehr genau und verständlich, so konnten die Teilnehmer*innen viele Übungen nachmachen und haben viel Neues gelernt. Erfolgreich, spannend, informativ (viele Informationen) und hilfreich! – so kann man den Workshop beschreiben.